Slow Baking

In Ruhe zum Geschmack finden

Gut Ding will Weile haben - sagt ein altes Sprichwort. Guter Geschmack ebenfalls, sagen wir von Ihr Bäcker Schüren. Und halten uns auch daran. Die Entdeckung der Langsamkeit bezieht sich dabei nicht auf das Arbeitstempo in der Backstube, sondern auf die Zeit, die wir unseren Backwaren geben, bis sie rundum perfekt sind. Wir gönnen den Teigen mehr Ruhe und Zeit, sich zu entfalten. Neu ist das eigentlich nicht, denn schon der Gründer unserer Bäckerei, Robert Schüren, machte es genau so. Während er die Brötchen auslieferte, hatte der Teig für andere Backwaren, wie Kuchen zum Beispiel, genug Zeit, um bei weniger Hefeeinsatz ganz in Ruhe zu gären. Eine Arbeitsweise, die wir noch heute für unser tägliches Back-Programm anwenden. Sie als Kunde werden dadurch belohnt, dass Brote und Brötchen besser schmecken und sich länger frisch halten. So wie früher. Aus diesem Grund haben wir uns dem Verein "slow baking" angeschlossen. Dessen Ziel ist es, traditionelle Backmethoden zu erhalten. Dies erfordert nicht nur mehr Zeit, sondern auch mehr Wissen und Können rund um die Zutaten und Arbeitsweisen bei der Herstellung von bestem Brot. Wer diesem Verein beitritt, verpflichtet sich außerdem zu einigen weiteren Regeln, die es einzuhalten gilt. So werden ausschließlich Bäckermeister aufgenommen, die sich zudem ständig rund um das Backen weiterbilden.

Die Teilnahme an diesen Seminaren dient nicht allein dazu, mehr über die schonende und qualitätsfördernde Art des Backens zu lernen, sondern dient auch dem Erfahrungsaustausch unter gleich gesinnten Meistern. Die "slow baker" sind schon dadurch eine Klasse für sich. Aber es gibt noch mehr Kriterien, die uns von anderen Lebensmittelherstellern differenzieren. So besteht ein "Reinheitsgebot" für die Zutaten, die wir in der Backstube verwenden. Industriell hergestellte Fertigmischungen aus der Tüte sind tabu, dafür stehen die alten handwerklichen Methoden und Rezepturen hoch im Kurs. Kurzum: Nicht so schnell wie möglich, so viel wie möglich und so billig wie möglich herstellen, sondern mit mehr Zeit und besten Rohstoffen den größtmöglichen Genuss zu garantieren. Und weil dies so ist, kommt manche Brotsorte bisweilen etwas später als die ersten Brötchen in das Regal. Genau dann, wenn es in aller Ruhe und mit Zeit für besten Geschmack fertig gebacken ist. Ihr Bäcker Schüren ist seit Januar 2006 eine der ersten voll zertifizierten Slow-Baking-Bäckerein in Deutschland.

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Slow Baking Galerie
Dieser Teig ist „slow“ und wird so „langsam lecker“.
Ruht der Teig bei der richtigen Temperatur?
Prüfer Olaf Bauermann: Wie verhält sich Pain de campagne im Backofen?
Stimmt die Mischung? – Bäckermeister Mirko Kronenberg mit Knetkessel.
Ciabattateig ist extrem weich und wirft Gärblasen.
Ciabatta werden aus sehr lange gereiftem Teig geformt.
Nicht immer beliebt bei den Bäckern: Viele kleine Vinschlis formen.
Bäckermeister und Ofenführer Björn Sebald beim Rundwirken.
Konditormeister Heinz-Werner Reichard steht rede und Antwort.
Unsere Brote werden alle von Hand gemacht!
Prüfer der IGV: Dipl. Ing. Olaf Bauermann und Bäckereitechniker Rainer Hoppenstedt.
Auch das Zutatenlager wurde geprüft.
Azubi Melanie Beucher formt Baguette épi.
1923-Milchbrötchen: So entsteht die „gedrückte Mitte“.
Das wird ein 1932-Apfelstrudel
Das werden Hefeplätze (oder Stuten oder Semmel).
Feinbackabteilung: Schoko-Sandkuchen und Blätterteigohren.
Das werden mal Blätterteigohren.
Der besonders flüssige Baguette-Vorteig.
Sauerteig noch ungegärt für den nächsten Tag.
Laugenbrezel: Natürlich handgeformt.
Croissant au chocolat: Bäckermeister Johann Wendling mit den Azubis Melanie und Andreas.
Prüfer Rainer Hoppenstedt kontrolliert den Berlinerteig.
Mussten „nachsitzen“ und die Berliner neu und „more slowly“ machen: Betriebsleiter Michael Bajorat und Azubi Melanie.
So! – Diese Berliner sind jetzt aber wirklich „slow“
Chef´s Stolz:Der slow baking – Brotschieber als Bronzeplastik.